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Ende Juli wurde ein Schweizer in Thailand verhaftet und musste sechs Tage im Gefängnis sitzen, bis seine Kaution bezahlt wurde. Er hatte seine E-Zigarette in der Öffentlichkeit gedampft. Die offizielle Anklage lautete allerdings: Einfuhr von E-Zigaretten. Chris Lusser, CEO von StattQualm, einem schweizer Hersteller für E-Zigaretten beschrieb den verhafteten Schweizer als „engen“ Freund seiner Firma. Lusser schrieb in einem Statement auf der Facebook Seite des Unternehmens: „Wir sind tief betroffen und persönlich in den Vorfall involviert. Natürlich unternahmen Botschaft, Verwandte, Freunde, und auch wir alles Mögliche, um ihn so schnell wie möglich aus dem Gefängnis herausholen zu können, aber das gestaltete sich unglaublich schwierig“. Falls der Eidgenosse verurteilt wird, drohen ihm bis zu fünf Jahren Haft und falls ihm der E-Zigaretten Import vorgeworfen wird, sogar bis zu 10 Jahre.

Wie wir ja bereits in einem früheren Blogartikel geschrieben haben, weiß in Thailand von offizieller Seite niemand so richtig Bescheid, was die Auslegung der Gesetze für E-Zigaretten betrifft. Die Einfuhr, der Verkauf und die Produktion von E-Zigaretten und Zubehör sind in der Tat bereits seit 2014 verboten. Der Schweizer hatte jedoch seine persönliche Dampfe als Tourist ins Land gebracht und in der Öffentlichkeit gedampft.

StattQualm schrieb in dem Post: „Wir sind uns bewusst, dass einige Staaten Schwierigkeiten im Umgang mit E-Zigaretten machen. In Thailand scheint die Lage relativ unübersichtlich und willkürlich. Offenbar existiert aber sogar in Thailand selbst ein reger, offizieller Markt für E-Zigaretten und das Bild dampfender Leute ist in Thailand nicht mehr speziell – obwohl das Dampfen offiziell in Thailand illegal ist. Nun, ganz offensichtlich hat ein Beamter an besagtem Datum entschieden, dass gerade heute die Dampfe unseres Freundes besonders illegal sei. Er wurde darauf verhaftet, abgeführt und saß sechs Tagen im Knast – komplett abgeschnitten von der Umwelt, ohne wirklichen Kontakt und unter erniedrigenden und menschenunwürdigen Bedingungen.“

StattQualm schrieb weiter: „Wir hoffen nun darauf, dass unser Freund die Ereignisse unbeschadet übersteht, baldmöglichst aus Thailand abreisen kann und nach Hause gehen darf“. Im Facebook Post riet das Unternehmen allen Dampfern: „Falls jemand von euch den Urlaub in Thailand plant, lasst die Dampfe daheim!“

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