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Indien hat fast so viele Menschen wie China. Mehr als 1,3 Mrd. Menschen leben dort. Viele Inder Rauchen und fast eine Million sterben jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Da sollte man meinen, dass es eine gute Idee ist, den E-Zigaretten Markt in Indien zu fördern. Doch das Gegenteil ist derzeit der Fall.

Sechs indische Bundesstaaten haben E-Zigaretten bereits verboten. Tendenz steigend. Das liegt nicht zuletzt wohl auch an den Ergebnissen der WHO-Politik im Land. Im November 2016 hielt die WHO eine Konferenz in Delhi ab. Hauptthema war seinerzeit die Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle, das erste internationale Abkommen des öffentlichen Gesundheitswesens, unterzeichnet von 170 Staaten. Ziel des Abkommens ist die Nachfrage und die Verfügbarkeit von Tabakprodukten zu reduzieren. Leider werden dabei jedoch Tabakprodukte und E-Zigaretten über einen Kamm gezogen. Dieses Jahr findet die Konferenz wieder statt. Dieses Mal geht es um „Kontrollmaßnahmen zu verabschieden, mit denen die Versorgungskette für Tabak, Tabakprodukte und Herstellungszubehör kontrolliert“ und „die Effektivität maßgeblicher Autoritäten werden kann“. Die internationale Presse wurde erst eingeladen, dann ausgeladen zur Überraschung aller. Ihre Erklärung war, dass die Presse mit der Tabakindustrie unter einem Hut steckte. Auf der Konferenz erarbeitete die WHO einen Plan für eine globale Tabakkontrolle.

Aus nicht offizieller Quelle hieß es nur: Indien habe eine umfassende Stellung gegen E-Zigaretten eingenommen, weil es schon genug Tabakprodukte auf dem Markt gibt. Es würde Indien Jahre kosten, die Effekte von E-Zigaretten zu verstehen. Es gäbe nicht genug Forschungen und ein komplettes Verbot würde helfen, mehr Erkrankungen durch Tabak zu verhindern.

Währenddessen steht die größte Vape Messe Indiens an – die Vape Expo India in Delhi. Doch das indische Gesundheitsministerium hat sie kurzerhand verboten – ohne rechtliche Basis. Vermutlich um jetzt schon klare Zeichen zu setzen, obwohl es derzeit keine generellen Verbote für E-Zigaretten in Indien gibt. Die Veranstalter kämpfen derweil mit ihren Anwälten um eine Lösung.

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